Philosophie

Parabel des menschlichen Lebens

Ein gleichnishaftes Experiment

Aus dem Chemieunterricht weiß man, dass Wasser und Alkohol bei Mischung weniger Volumen in einem Messzylinder einnehmen als die Summe ihrer Volumina in zwei getrennten Messzylindern ausmacht. Zur Erklärung wird gern ein Modellversuch herangezogen, der sich in vielen Schulbüchern so findet: Man mische gleiche Volumina beispielsweise von Erbsen und Senfkörnern und erkläre, weshalb das Volumen der Mischung kleiner ist als das Doppelte des Volumens in einem der Zylinder. Das Phänomen ist erstaunlich und regt zum Nachdenken an, auch zur Variation wie zur folgenden, die sogar zu einer philosophischen Deutung anregt.

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Über den Sinn des Lebens

Unterschiedliche Ansichten und Einstellungen
zum menschlichen Leben und Sterben

Was kann ich wissen, was soll ich tun, was darf ich hoffen
- was ist der Mensch?
So einfache Fragen hat Immanuel Kant zu Leitfragen seiner Philosophie gewählt,
mit der er sich sein ganzes Leben lang beschäftigt hat.

Was soll ich tun und lassen,
damit ich weiß oder wenigstens hoffen darf,
dass mein Leben nicht vergeblich ist,
fragt sich manch einer gelegentlich.

Vielen kommen derartige Fragen erst bei Krankheit,
Notlage oder mit zunehmendem Alter in den Sinn.
Doch die Beschwernisse solcher Situationen weiten nicht den Blick,
sondern engen ihn drangvoll ein.
Da mag einem so leicht nichts Gutes einfallen.

Darum empfiehlt es sich, in Zeiten darüber nachzudenken,
in denen der Kopf dafür frei genug ist.
Dazu will die nachfolgende Betrachtung Anregungen geben.

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Erinnerndes Erkennen

Szene aus Platons "Menon" in heutigem Deutsch

"Menon" ist einer der frühen Dialoge (entstanden um 387 a.C.) des griechischen Philosophen Platon (427-347 a.C.). In ihm geht es insbesondere um die Frage, wie der Mensch Erkenntnisse gewinnt. Ein Kernstück des Gesprächs von Sokrates mit Menon, einem jungen Adligen mit militärischen Erfahrungen, bezieht dessen Jungen ein, dessen Antworten auf Fragen des Sokrates über einen geometrischen Sachverhalt seine Überzeugung erhärten sollen, alle Erkenntnis sei Erinnerung ("Anamnesis") der Seele. - Es ist wohl die erste rein „fragend-entwickelnde“ Geometriestunde der Weltliteratur. In dem sich daran anschließenden Dialogteil 'Resümee' werden Bezüge zu Platons "Phaidon" (Über die Unsterblichkeit der Seele) deutlich: Die Erinnerungsfähigkeit an vorgeburtliche Kenntnisse wird als Hinweis auf die Unsterblichkeit der Seele angesehen.

Die dem griechischen Text auch im Satzbau stark angelehnte [1] Übersetzung von F. Schleiermacher erschließt sich wegen ihrer Texttreue zwar Altphilologen, erschwert aber das Textverständnis, weil sie heutigem Sprachgebrauch nicht mehr entspricht. Die folgende Überarbeitung soll philosophisch interessierten Lesern den Zugang dazu neu eröffnen. Der Text regt an, beispielsweise darüber nachzudenken, ob hier ein Junge von Sokrates „nur gefragt“ wird, wieso Sokrates' Argumentation nicht schlüssig ist, aber seine Schlussfolgerung vielleicht doch etwas zeitlos Wahres (z.B. Lernfähigkeit als Seeleneigenschaft) beinhaltet.
Vom Autor ist dazu eine [2] PowerPoint-Präsentation zur Veranschaulichung des geometrischen Sachverhalts erhältlich. Die Folien dieser Präsentation sind auch in einer [3] PDF-Datei zusammengefasst. Text und Präsentation eignen sich auch als Quelle für den Schulgebrauch zum Beispiel in den Fächern Philosophie, Mathematik und Pädagogik.

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