Lyrik

Zuversicht in Corona-Zeiten

coronavirusAlle machen sich Gedanken über Corona.
Mathias Claudius' Abendlied war mir im Sinn
bei Abfassung des folgenden Gedichts.

 

Zuversicht

Corona macht uns bangen:
von Angst sind wir umfangen,
    so wenig ist uns klar:
China vertuscht und schweiget,
die Zahl der Kranken steiget,
    verbreitet tödliche Gefahr.

Kontakt soll'n wir vermeiden
uns mit uns selbst bescheiden:
     Das fällt uns gar nicht leicht.
Wir sollen Masken tragen
und immerfort uns fragen,
    ob denn der Abstand wirklich reicht.

Die Schulen sind geschlossen,
die Eltern sind verdrossen,
    die Kinder jetzt allein.
Wer kann die Kinder lehren,
ihr Wissen noch vermehren,
    die ohne Lehrer hilflos sein?

Wir armen Menschenkinder
fühlen uns nicht als Sünder
    und übersehen gern,
dass unser eitles Schaffen
und was wir an uns raffen
     vom wahren Glück und Heil hält fern.

Lass uns o Herr erkennen
dass wir vergeblich rennen
    nach Reichtum oder Macht,
dass wir nur glücklich werden
und frei von den Beschwerden
    wenn du gibst weiter auf uns acht.

Wenn wir bewusst uns werden,
dass wir nur Gast auf Erden
    und Du uns Vater bist,
dann wird die Angst genommen
Dein Reich wird wieder kommen
    und Deine Welt gerettet ist.

So lass Dein Heil uns schauen,
auf nichts Vergänglich's trauen,
    nicht Eitelkeit uns freun!
Lass uns einfältig werden,
und vor Dir hier auf Erden
    wie Kinder fromm und fröhlich sein!

 



Einen Notensatz für 3-stimmigen Chor habe ich am 2.05.2020 mittels Ludwig 3.0 erstellt. Er ist über folgenden Link abrufbar: https://p-j-r.de/pdf/poems/corona-chor_zuversicht.pdf. Die Noten sind hiermit zur honorarfreien Verwendung freigegeben. Damit verbinde ich allerdings den Wunsch, über die Verwendung auf auf meinem Kontaktformular informiert zu werden. Außerdem bitte ich um Nennung der Autoren-Namen bei der Ankündigung der Darbietung und auch bei der ggf. erfolgenden Aufzeichnung, zu der ich hernach hier auch einen Link setzen möchte. 


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Taufsegen

Ich bitte Dich, Herr Jesus Christ,
weil Du selbst ein Kind gewesen bist,
so gib auch diesem Kinde,
dass es Dich allzeit finde.
und schenk auf allen Wegen
ihm Gnad‘ und Deinen Segen.

Was immer es am Tage schafft,
gib Du ihm dazu Mut und Kraft.
Und schenke ihm bei allen Dingen
zu seinem Tun das gut‘ Gelingen.
Und schläft es danach müde ein,
lass Deine Engel bei ihm sein.

Sein Lebensweg sei licht und froh,
sein Lebensmut g‘rad ebenso.
Und wenn es trotzdem einmal weint,
sei Du ihm dann der beste Freund,
auf den es kann tagtäglich bauen
mit Zuversicht und Gottvertrauen.

Amen.


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Gleichnis des Glaubens

Was gibt dem Menschen Einzigartigkeit,
Was schenkt ihm Wärme, dass er niemals friert,
Was kleidet ihn mit Anmut, die ihn ziert,
Was schützt ihn jederzeit mit Sicherheit?

Es ist, was seinen Wert niemals verliert,
Es unterliegt nicht dem Geschmack der Zeit,
Es gibt Dir wahre Unvergänglichkeit,
Es lässt Dich mit sich leben ungeniert.

Es gleicht der Glaube einem schönen Kleid,
Es hat noch keinen, der es trägt, blamiert,
Es findet Gleichgesinnte weit und breit,

Er lässt Dich spür'n wie Gott Dich führt,
Er schenkt Dir Gottvertrau'n in Ewigkeit -
D'rum ist er's wert, dass man ihn nie verliert.


HINWEIS:
Dieses Sonett ist einem jungen Menschen anlässlich des feierlichen Bekenntnisses zu seinem Glauben gewidmet.


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Der Odenwald

Der heimatliche Odenwald ist schön,
er lädt zum Schaffen, Wohnen, Leben ein
und lässt die Menschen hier ganz glücklich sein,
macht Arbeit, Freizeit, Urlaub angenehm.

Kein and'res Land schenkt Menschen so viel Freud'.
Wem Apfelwein und grüne Soß' nicht schmeckt,
dem bleibt das Schönste halt versteckt:
Kein and'res Land hat so viel nette Leut'.

Die Heimat ist hier da, nicht weit,
Idee und Traum-Gedanke, aber wahr:
Die Heimat bleibt dir nah für alle Zeit.

Der schöne Odenwald, das ist mir klar,
beweist mit eindrucksvoller Deutlichkeit,
dass Gott die Welt geliebt hat, wunderbar.


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BEGEISTERUNG

Begeisterung vermehrt sich
durch Übertragung

von Begeisterten auf zu Begeisternde.

Das geschieht,wenn die (passive) Begeisterungsfähigkeit von Lernenden
zur (aktiven) Begeisterungsfähigkeit der Lehrenden korrespondiert.

Begeisterung vermehrt sich
Begeisterung
breitet sich aus

Das Sonett preist die Ambivalenz der Begeisterungsfähigkeit von Lehrenden und Lernenden. Ich habe es einem Lehrer mit eindrucksvoller Begeisterungsfähigkeit zugedacht.

Begeisterung überträgt sich

Begeistern ist des Lehrers Tätigkeit.
Sein Kapital ist seine Wissenschaft,
sein Werkzeug seine Überzeugungskraft,
sein Lohn der Schüler rege Mitarbeit.

Begeisternd ist des Lehrers Charisma:
Die Schüler schätzen seine Kompetenz,
sie lernen eifrig und mit Vehemenz.
Sie rufen ganz begeistert „Heureka“.

Begeistern kann, wer selbst begeistert ist,
begeistert werden, wer begeistern kann;
begeistert ich, wenn du mein Lehrer bist.

Zwei Seiten einer Münze – Faszination!
Begeisternd zieht sie dich in ihren Bann,
ist Motor des Erfolgs – und auch sein Lohn.


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