Von Picasa 3 zu Google Fotos - geht doch!

Für das seit 2004 beliebte Programm „Picasa 3“ zur Bearbeitung und Verwaltung von Fotos hat Google 2016 Vertrieb und Support eingestellt. Seitdem lassen sich leider weder Fotos noch Fotoalben aus dem Programm heraus unmittelbar in Webalben hochladen. Auch die früher für Picasa Webalben gültigen Links funktionieren leider nicht mehr. Aber: „Alte“ Picasa Webalben existieren in "Google Fotos" mit allen Inhalten weiter! Dieser Beitrag erklärt, wie man …

  • … Picasa 3 Webalben in Google Fotos wiederfindet und darauf zugreifen kann,
  • … zusätzliche Alben oder Fotos zu Google Fotos hinzufügen kann,
  • … weitere Alben oder Fotos aus Picasa 3 (auch mit Wasserzeichen und Tags) zu Google Fotos übertragen kann,
  • … zu Alben und Einzelaufnahmen Hyperlinks in Google Fotos erzeugen kann.

Damit wird nicht nur dem bislang vergeblich Suchenden geholfen, sondern auch dem, der Picasa 3 mit seinen guten Eigenschaften für die Verwaltung seiner umfänglichen Fotosammlung weiterhin nutzt.

INHALT

Picasa 3 beziehen

Die letzte Version des Programms Picasa hat Google mit der Versionsnummer 3.9.141.259 im Oktober 2015 herausgebracht. Sie steht nach wie vor auf verschiedenen Plattformen zum Herunterladen bereit, z.B. bei https://picasa.de.downloadastro.com/. Es lässt sich auch unter den moderneren Windows-Versionen 7 und 10 problemlos installieren und lokal nutzen. Eine bedauerliche Einschränkung ist, dass sich seit Mai 2016 Fotos und Alben aus dem Programm heraus nicht mehr unmittelbar in Webalben hochladen lassen, obwohl entsprechende Schaltflächen (s.u. Abb. 7) die Möglichkeit suggerieren.

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Ein neues Album in Picasa 3 erstellen

Um in Picasa 3 ein neus Album zu erstellen, klicken Sie auf das in Abb. 1 markierte Icon:

Abb. 1:

Damit öffnet sich folgende Eingabemaske:

Abb. 2:

Erläuterung der in Abb. 2 nummerierten Felder:

  1. Hier legen Sie den Namen für das neue Album fest, z.B. "Neues Album"
  2. und hier das (ungefähre) Entstehungsdatum. Durch Anklicken von Jahr, Monat und Tag können Sie deren Werte unmittelbar eingeben, ohne die für gegenwartsnahe Datumsauswahl praktische Auswahlmaske verwenden zu müssen.
  3. Die Ortsangabe und Beschreibung können Sie in die dafür vorgesehen Felder eintragen.
  4. Mit [OK] bestätigen und schließen Sie die Eingaben.

Danach ist das angelegte Album in der Rubrik „Alben“ in dem der Datumsangabe entsprechenden Jahr zu finden, so z.B.

Abb. 3:

hier:

Abb. 4:

Indem Sie dieses Album anklicken und den rechts angrenzenden Scrollbalken nach unten schieben, können Sie erreichen, dass dieses in der Liste aller Alben allein und ganz oben zu stehen kommt:

Abb. 5:

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Fotos in einem Album sammeln

Anschließend klicken Sie auf „Ordner“ und scrollen z.B. zu demjenigen Ordner, der Fotos enthält, die Sie in dem Album sammeln wollen. Mit Anklicken des betreffenden Ordners, erscheinen im Hauptfenster von Picasa 3 die darin enthaltenen Fotos.

In diesem Fenster können Sie durch Anklicken mit gedrückter [Strg]-Taste beliebige Fotos markieren. Mit der Tastenkombination [Strg]+[A] lassen sich alle Fotos markieren. Um einzelne Fotos wieder aus der getroffenen Markierung herausnehmen, klickt man sie mit gedrückter [Strg]-Taste erneut an.

Indem Sie den Mauszeiger auf das erste markierte Foto lenken, nimmt der Mauszeiger die Gestalt einer Hand mit gestrecktem Zeigefinger an. Indem Sie die Maustaste drücken und gedrückt halten, können Sie den Mauszeiger mit dem transparenten Bild zum Feld „Neues Album“ in der Rubrik Alben bewegen und dort loslassen.

Abb. 6:

Damit sind die ausgewählten Fotos in dieses Album kopiert. Auf gleiche Weise können Sie auch Fotos aus andren Ordnern dem gleichen Album hinzufügen.

Der Vorteil des in Picasa 3 angelegten Albums ist, dass die darin angelegte Sammlung von Fotos für die weitere Bearbeitung (Ergänzung / Bereinigung / Nachbearbeitung) in Picasa 3 erhalten bleibt.

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Übertragung eines Picasa 3 Albums
in ein Album bei Google Fotos

Klicken Sie das gewünschte Album in der Rubrik „Alben“ oder einen Ordner, dessen Inhalt komplett übertragen werden soll, in der Rubrik „Ordner“ an. Dabei wird in der linken unteren Ecke des Picasa-Fensters – genannt „Fotoablage“ – eine Bilderminiatur mit der Überschrift angezeigt, die angibt, wie viele Fotos „ausgewählt“ sind, z.B. bei einem Album, das 16 Fotos enthält, so:

Abb. 7:

Das schwarze Rechteck um den grünen Button „In Google Fotos hochladen“ soll andeuten, dass diese Option (seit Mai 2016) nicht mehr benutzt werden kann. Die rot eingerahmte Schaltfläche „Exportieren“ ist aber weiterhin nutzbar - und der Schlüssel zur Problemlösung!

Klicken Sie also auf „Exportieren“.

Abb. 8:

Dann öffnet sich folgendes Fenster:

Abb. 9:

Zu den in Abb. 9 nummerierten Feldern folgende Erläuterungen:

  1. Picasa schlägt Ihnen einen Speicherort vor, den Sie wegen Verwendung eines doppelten Schrägstrichs vor dem Ordnernamen nicht ohne Weiteres auf ihrer Festplatte wiederfinden. Das vermeiden Sie mit Betätigen der Schalfläche [Durchsuchen] und Auswahl eines Ordners auf einer angeschlossenen Festplatte.
  2. Der Name des exportierten Ordners wird unverändert angezeigt. Es kann jedoch an hier auch ein anderer Name vergeben werden, der sich automatisch auf das Ende im Feld „Speicherort“ überträgt
  3. Es empfiehlt sich die Einstellung der Bildgröße auf 1600 Pixel einzustellen. Das kann durch Eintrag in Zahlenfeld oder Verschiebend der blauen Marke bis ganz nach rechts erfolgen. Denn mit dieser Größe greifen auch keine Speicherplatzbeschränkungen bei Google Fotos.
  4. Die eigenen Fotos in der rechten unteren Ecke mit eigenen Wasserzeichen zu markieren, erschwert Fotodieben ihr Handwerk und macht eigene von fremden Fotos unterscheidbar. In diesem Feld kann es festgelegt werden. Das Copyright-Symbol gefolgt von der eigenen Webdomain und der Jahresangabe der Fotoserie sind ein praktikabler Vorschlag. Natürlich muss nicht nur der Eintrag vorhanden, sondern auch die Option „Wasserzeichen einfügen“ dafür aktiviert sein.
  5. Ist alles überprüft, kann der Export-Prozess durch Anklicken von [Exportieren] starten. Der Fortschritt wird in einem separaten, kleinen Anzeigefenster erkennbar:

Abb. 10:

Im Datei Explorer findet sich in dem eingestellten Ordner nur der Unterordner mit dem gewählten Namen „Neues Album“:

Abb. 11:

Der Inhalt dieses Ordners soll nun in ein Album bei Google Fotos übertragen werden.

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Anmeldung bei einem eigenen Google Konto

Wenn über ein Konto verfügen, unter dem Sie früher Picasa-Webalben online gestellt haben, dann können Sie sich mit genau diesen Zugangsdaten auch bei Google wieder anmelden und Google Fotos nutzen. Dies wird am Browser Google Chrome gezeigt:

  1. In der rechten oberen Ecke des Browserfensters finden Sie die Schaltfläche [Anmelden], die anzuklicken ist.

Abb. 12

Mit den beiden folgenden Abbildungen werden die beiden Anmeldemasken gezeigt, deren erst auch dazu verwendet werden kann, ein neues Google Konto anzulegen.

Abb. 13:

Abb. 14:

Zu den in Abb. 13 und 14 nummerierten Feldern folgende Erläuterungen:

  1. Bezeichnet das Feld für die Eingabe des Anmeldenamens (E-Mail oder Telefonnummer).
  2. Öffnet die daneben abgebildete Eingabemaske.
  3. Bezeichnet das Feld für die Eingabe des Passwortes.
  4. Schließt den Anmeldprozess ab.

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In Google Fotos ein neues Album erstellen

Nach Anmeldung in Ihrem Google Konto wählen Sie folgendermaßen die App "Google Fotos":

Abb. 15:

  1. Klicken Sie auf dieses Symbol, öffnet sich die umfängliche Liste von Google Anwendungen mit Ihren typischen Icons.

Abb. 16:

  1. Klicken Sie auf das Symbol mit der Unterschrift „Fotos“, um Google Fotos zu öffnen.

Danach sehen Sie in der linken oberen Ecke des Browserfensters:

Abb. 17:

  1. Klicken hierauf öffnet das Hauptmenü von Google Fotos.

Abb. 18:

  1. Klicken hierauf führt von der Ansicht „Fotos“ zu den „Alben“. Scrollen Sie mit dem rechts angrenzenden Scrollbalken soweit nach unten, bis Sie folgendes Bild sehen:

Abb. 19:

  1. Klicken hierauf bereitet ein neues Album in Google Fotos vor. Es erscheint folgendes Bild mit dem ersten Foto der Sammlung links oben:

Abb. 20:

  1. Klicken Sie auf den Kreis in diesem Foto, um es als erstes vorläufiges Bild des neuen Albums zu bestimmen. Nach Fertigstellung des neuen Albums wird dieses Foto wieder daraus entfernt.
    Nach Auswahl des ersten Fotos erscheint:

Abb. 21:

  1. Klicken Sie nun auf „ERSTELLEN“, um das neue Album definitiv anzulegen. Danach zeigt sich das geöffnete neue Album wie folgt mit dem vorläufig ausgewählten Foto als einzigem Inhalt:

Abb. 22:

  1. An der Schreibmarke können Sie den Titel des Albums eintragen und anschließend
  2. mit Anklicken dieses Symbols das Hinzufügen weiterer Fotos einleiten. Es folgt dann:

Abb. 23:

Klicken Sie auf das (hier rot umrandete) Feld „VOM COMPUTER AUSWÄHLEN“. Daraufhin öffnet sich der Datei Explorer auf ihrem Rechner. Damit öffnen Sie genau den Ordner, in dem sich die von Picasa 3 exportierten Fotos befinden, die Inhalt des neuen Albums auf Google Fotos werden sollen. In diesem Ordner markieren Sie alle Fotos durch Anklicken eines beliebigen Fotos und anschließendes Drücken von [Strg]+[A]. Mit Anklicken der Explorer-Schaltfläche [Öffnen] beginnt das Hochladen der Fotos aus dem Ordner auf ihrer Festplatte in das bei Google Fotos angelegte Album.

Während des Hochladens erscheint auf dem Bildschirm eine Verlaufsanzeige:

Abb. 24

Schließlich wird die Anzahl übertragener Fotos angezeigt:

Abb. 25

  1. Mit Anklicken des Zeichens „x“ in der Abschlussmitteilung füllt sich „Neues Album“ mit den dafür vorgesehenen Fotos.

Abb. 26:

  1. Mit Anklicken des Hakens wird das Album fertiggestellt und kann bearbeitet werden.

Im fertiggestellten Album fällt auf, dass die Sortierung der Fotos womöglich von der im ursprünglichen Picasa-Album abweicht. Standardmäßig sortiert Google Fotos in Alben hochgeladene Fotos nach dem Aufnahmedatum „Älteste zuerst“. Demnach befindet sich das zur Anlage des Albums in Google Fotos verwendete vorläufige Foto am Schluss des Albums. Dort ist es durch Abwärtsscrollen aufzufinden. Bewegt man den Cursor auf die linke obere Ecke des vorläufigen Fotos zu, erscheint:

Abb. 27:

  1. Durch Anklicken des eingekreisten „x“ in der linken oberen Fotoecke wird das Foto gelöscht, und dieser Vorgang wird quittiert und könnte rückgängig gemacht werden durch Anklicken des blauen Schriftzugs:

Abb. 28:

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Ein Album in Google Fotos bearbeiten

Um ein Album zu bearbeiten, klicken Sie in der Kopfleiste das Symbol mit den 3 untereinander angeordneten Punkten an:

Abb. 29:

Damit öffnet sich das folgende Menü:

Abb. 30:

In diesem Menü klicken Sie „Album bearbeiten“ an. Dadurch ändert sich die Kopfleiste so:

Abb. 31:

Sortieren der Fotos im Album

Indem Sie auf das Symbol mit den gegenläufigen vertikalen Pfeilen Klicken, können Sie zunächst zwischen den drei Sortieroptionen „Älteste zuerst“, „Neueste zuerst“ oder „Vor Kurzem hinzugefügt“ wählen. Eine benutzerdefinierte Sortierung können Sie dadurch erreichen, dass sie ein oder mehrere Bilder (letzteres mit gedrückter [Strg]-Taste) anklicken und schließlich mit gedrückt gehaltener linker Maustaste an die gewünschte Position ziehen, an der sie die Maustaste loslassen.

Nachdem die Sortierung Ihren Wünschen entspricht, schließen Sie den Sortiervorgang ab, indem Sie den Haken in der linken Ecke der blauen Kopfleiste (Abb. 31) anklicken: „Fertig“.

Abb. 32:

Danach wird Ihnen im Sortiermenü - Aufruf vgl. Abb. 31 - neben den ursprünglichen 3 Optionen als vierte nun auch „Benutzerdefiniert“ mit einem Haken davor als aktiviert angezeigt. Aber Vorsicht: Diese Sortierung würde nach Wechsel auf eine der drei vorgegebenen Sortierungen verloren gehen.

Deckblatt für das Album

Wichtig mag für Sie sein, welches Foto des Albums bei Anzeige aller Ihrer Alben in Google Fotos als „Deckblatt“ sichtbar wird. Das Wählen Sie aus, indem Sie im Menü der Abb. 30 auf „Albumdeckblatt festlegen“ klicken. In dem sich dann öffnenden Fenster mit allen Fotos dieses Albums klicken Sie dann das von Ihnen als Deckblatt gewünschte Foto an. Ein Haken in der linken oberen Ecke des Fotos kennzeichnet nun das von Ihnen ausgewählte Foto. Durch Anklicken von „Fertig“ in der Kopfzeile oben rechts bestätigen Sie die Auswahl.

Ergänzungen zum Album

Mit den drei Symbolen auf der blauen Leiste zwischen „Fotos sortieren“ und „Fertig“ (Abb. 31) können Sie (von rechts nach links):

  1. dem Album Orts- oder Tourenangaben als Text oder als Kartendarstellung hinzufügen,
  2. Kommentare als jeweils ganzzeiligen Text einfügen und an eine beliebige Stelle des Albums schieben und
  3. dem Album weitere Bilder aus Ihrer Fotosammlung in Google Fotos oder von Ihrem Rechner aus hinzufügen.

Zum Abschluss jeder dieser Aktivitäten ist wieder „Fertig“ (Abb. 32) anzuklicken, damit deren Wirkung dem Album dauerhaft erhalten bleibt.

Optionen

Durch Anklicken der Auswahlmöglichkeit "Optionen" im Menü der Abb. 30 öffnet sich folgende Anzeige:

Abb. 33:

Die Freigabe des Albums zum Teilen (Schieber nach rechts) sollten Sie nicht erteilen, wenn Sie ungebetene Zugriffe auf das Album ausschließen möchten. Verlassen Sie die Option durch Anklicken des „x“ rechts oben.

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Ein Album in Google Fotos teilen

Abb. 34:

Wenn Sie in diesem Menü auf das Winkel-Symbol für "Teilen" klicken, öffnet sich ein Browserfenster mit 3 Bereichen:

Abb. 35:

  1. Hier können Sie die E-Mailadresse eines Adressaten eintragen, dem Sie das Album zugänglich machen möchten.
  2. Hier schlägt Ihnen Google Adressaten vor, denen Sie bereits früher Alben zugänglich gemacht haben. Dabei können Sie mehrere Adressaten durch Anklicken auswählen und versehentlich ausgewählte durch erneutes Anklicken wieder ausschließen. Die E-Mail-Adressen der ausgewählten Empfänger werden dabei automatisch in das Adressfeld (1) übernommen.

In beiden Fällen können Sie eine Nachricht hinzufügen und durch Anklicken des Schloss-Symbols bestimmen, ob die Empfänger Fotos hinzufügen dürfen. In der Regel besser nicht.

Abb. 36:

Durch Anklicken des Symbols „Senden“ (rechts außen in Abb. 37) wird in Ihrem Namen und mit der zu Ihrem Google Konto gehörigen E-Mail-Adresse an den oder die Empfänger eine E-Mail übermittelt. Das erledigt Google unmittelbar, also ohne auf Ihr ggf. installiertes E-Mail-Programm zuzugreifen.

Abb. 37:

Die von Google übermittelte E-Mail enthält neben Ihrer Nachricht einige Fotos aus dem Album, einen Link zum Ansehen des gesamten Albums sowie einen Link, um künftige Einladungen dieser Art abzubestellen.

Interessanter als das Teilen eines Albums mit einigen konkreten Adressaten ist die Möglichkeit, auf ein Album auf Ihrer Webseite mit einer entsprechenden Beschreibung aufmerksam zu machen und einen Hyperlink darin aufzunehmen, über den jeder Interessent das Album im Browser öffnen und betrachten kann. Um einen solchen Link zu erzeugen, klicken Sie auf (3) im Menü der Ab. 35. Dann erscheint:

Abb. 38:

Indem Sie auf „KOPIEREN“ klicken, wird der teilweise angezeigte Link vollständig in der Zwischenablage Ihres Rechners gespeichert. Dann kann er mittels [Strg]+[V] in ein beliebiges Dokumente eingefügt werden, so eben auch in den HTML-Code Ihrer Webseite als Hyperlink-Referenz. Der Link ist übrigens eine Google-spezifische Abkürzung für eine explizit sehr viel längere Webadresse. Die Entschlüsselung nimmt Google selbst beim Aufruf des Links automatisch vor.

Als Beispiel mag Ihnen der nachfolgend den Link zum Album mit den Abbildungen dieses Beitrags dienen: https://photos.app.goo.gl/LRRDYsycYzDY2tox6. Sie können sich in der Adresszeile des Browsers davon überzeugen, dass die entschlüsselte Webadresse sehr viel länger ist als der in Google Fotos erzeugte Link.

Wenn Sie dieses Album öffnen, erkennen Sie, dass die Ansicht des Albums für sehr unterschiedlich formatierte Fotos ungünstig ist, indem die Größenverhältnisse der Fotos unbeachtet bleiben und deshalb große Fotos verkleinert und kleine stark vergrößert dargestellt werden. Die "Diaschau" und die Einzelansicht der Fotos geben die Größenverhätnisse jedoch zutreffend wieder.

Nicht immer ist es ein ganzes Album, das Sie anderen präsentieren möchten, sondern nur ein einzelnes Foto. Hierzu zunächst folgendes:

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Ein Foto in Google Fotos bearbeiten

Wenn Sie nach Anmeldung in Ihrem Google Konto bei geöffneter App Google Fotos eine Aufnahme anklicken, so wird sie im Browser auf dunklem Hintergrund groß angezeigt. Daneben erscheint oben rechts folgendes Menü:

Abb. 39:

Zu den einzelnen Schaltflächen kurz folgendes:

  1. „Gefällt mir“ werden wohl eher externe Betrachter als sie selbst aktivieren.
  2. „Teilen“: Darauf kommen wir weiter unten ausführlich zurück!
  3. „Bearbeiten“ eröffnet Ihnen vielfältige Möglichkeiten der Nachbearbeitung des einzelnen Fotos.
  4. „Zoomen“ lässt Sie Details des Fotos vergrößert betrachten.
  5. „Info“ zeigt Ihnen die gespeicherten Merkmale des Fotos und gibt Ihnen die Möglichkeit, diese zu kontrollieren, zu berichtigen und zu ergänzen, insbesondere um eine Beschreibung. Das sollten Sie jedenfalls vor Weitergabe des Fotos besorgen.
  6. „Weitere Optionen“ eröffnen die Möglichkeiten „Diashow“, „Drehen“, „Herunterladen“, „Zum Album hinzufügen“, „Zu geteiltem Album hinzufügen“, „Als Albumdeckblatt verwenden“ „Aus Album entfernen“ und „In Papierkorb verschieben“. Die hier unterstrichenen Optionen sind für Sie selbst relevant, die übrigenen eher für externe Betrachter.

Nun zu Punkt (2) in Abb. 39, dem Teilen:

Das bei Anklicken des "Teilen"-Symbols erscheinende Menü stimmt im oberen Teil mit Abb. 35 überein; der untere, dort mit (3) gekennzeichnete Abschnitt sieht hier folgendermaßen aus:

Abb. 40:

Hier führt „Link abrufen“ zu folgendem Bild:

Abb. 41:

Die Überschrift wirkt eher irritierend, aber die Erläuterung und das Schloss-Symbol beruhigend. Wichtig ist, dass Sie mit dem Schloss-Symbol diesen Zustand wie in Abb. 36 dargestellt nötigenfalls herbeiführen.
Anschließend können Sie auf „KOPIEREN“ klicken. Dadurch wird der Link erzeugt und in die Zwischenablage kopiert, mit dem das betreffende Foto im Browser aufgerufen werden kann. Diesen Link, für den das unter Abb. 38 Gesagte ebenso gilt, können Sie zwar an Interessierte weitergeben. Zum Einbetten des Fotos in eine Webseite lässt sich dieser Link allerdings nicht verwenden. Dazu verhilft Ihnen der folgende Abschnitt.

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Ein Foto verlinken

Das Verfahren, ein einzelnes Foto zu verlinken, ist nicht nur in Google Fotos, sondern überall im Internet dasselbe. Beachten Sie nur, dass Sie es nur auf Fotos oder Grafiken anwenden, zu deren Nutzung und Verbreitung Sie berechtigt sind. Andernfalls drohen Ihnen womöglich teure und unangenehme Abmahnungen. Hier also die Beschreibung, wie es mit einem eigenen Foto funktioniert, das Sie in Google Fotos eingestellt haben – egal, ob in einem Album oder als einzelnes Foto.

Sie klicken auf das Foto mit der rechten Maustaste. Dann erscheint das Kontextmenü wie in folgender Abbildung:

Abb. 42:

Mit Anklicken von „Bildadresse kopieren“ speichern Sie die Webadresse des Fotos in die Zwischenablage. Öffnen Sie in einem beliebigen Texteditor eine neue Datei und fügen Sie den Inhalt der Zwischenablage mittels [Strg]+[V] dort ein.

Für Aufnahmen in Google Fotos sind solche Adressen außerordentlich lang. Sie bestehen aus drei Abschnitten:

  1. Der Google-Domain, z.B. https://lh3.googleusercontent.com/,
  2. einer umfänglichen Zeichenkette, über die jedes Element auf der Google-Domain eindeutig auffindbar ist, und
  3. einer Formatierungsanweisung am Schluss wie z.B. =w480-h640-no.

Der 3. Bestandteil macht erkennbar, dass die Datei die Breite 480 px und die Höhe 640 px hat. Die den Typ der Aufnahme kennzeichnende Endung wie beispielsweise .jpg, .png oder .tif fehlt allerdings. Bei manchen Programmumgebungen für Webseiten ist beim Einfügen von Bildern mit den HTML-Befehl <img src="…"/> die bildtypische Endung als Source-Argument zwingend erforderlich. Welche Endung zu der Aufnahme in Google Fotos gehört, ist aus ihrem Dateinnamen ersichtlich. Der wird Ihnen bei Anklicken der Option (5) "Info" im Menü der Abb. 39 angezeigt. Die dort ersichtliche Endung kann dem kopierten Link im Editor durch Anfügung eines Fragezeichens und daran anschließender Endung angefügt werden, im obigen Beispiel also so: =w480-h640-no?.jpg

Zudem kann die Größe des einzubindenden Fotos durch Anpassung der hinter w und h stehenden Pixelangaben in gleichem Verhältnis verkleinert werden. So liefert z.B. der Zusatz =w120h160-no?.jpg anstelle des ursprünglichen Eintrags "=w480-h640-no" den Link zu einem Foto der Breite 120 px und der Höhe 160 px.

Die riesige Länge der Google-Links zu einzelnen Aufnahmen legt es nahe, Fotos mit geringen Abmessungen lieber innerhalb des eigene Webspace zu speichern und die entsprechend kurzen internen Links als Sourcereferenz zu verwenden. So bleibt auch der Quellcode Ihrer Webseite übersichtlicher.

Bevor Sie modifizierte Google-Links auf der eigenen Webseite verwenden, sollten Sie diese zuerst im Browser und hernach auch aus Ihrer Webseite heraus testen. Denn nichts beeinträchtigt die Qualität einer Webseite so sehr wie fehlerhafte Links.

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Mein Wunsch an Sie

Mit diesen Erklärungen und Ratschlägen wünsche ich Ihnen viel Erfolg und mir ein gelegentliches Feedback über meine Kontaktseite. Besondere Freude würde mir bereiten, wenn mir jemand über Erfahrungen berichtet, wie man Tags - insbesondere die Gesichtserkennung - aus Picasa 3 in ein moderneres Programm zur Barbeitung und Verwaltung von Fotos übertragen kann.

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